Was lernen Sie bei uns?

In der Weiterbildung erarbeiten Sie mit uns, was Sie brauchen, um sich erfolgreich für ihre Interessen in Berufsleben, Alltag und für eine inklusive Gesellschaft einzusetzen.

Die Weiterbildung vermittelt Ihnen als Teilnehmer*innen auf verschiedenen Ebenen neue Kompetenzen:

1. Inhaltliche Ebene:

Ein praxisnahes Beispiel: Wir bewerten konstruktiv einen Mobilitätsservice. Um diese Aufgabe zu erfüllen, müssen verschiedene Tätigkeiten ausgeübt werden:

  • Organisation des Projekts
  • Kommunikation mit dem Kunden
  • Öffentlichkeitsarbeit zu dem Projekt
  • Recherche zur aktuellen Ausgangslage sowie möglichen Problemfeldern
  • Entwicklung eines Evaluationsansatzes
  • Evaluation der Ausgangslage beispielsweise mithilfe von Interviews mit verschiedenen Personen
  • Auswertung der Daten
  • Entwicklung eines Ergebnis-Konzepts mit evtl. Lösungsvorschlägen
  • Präsentation der Ergebnisse beim Kunden

Um die Aufgaben auf der inhaltlichen Ebene erfüllen zu können, wird Ihnen Wissen auf weiteren Ebenen vermittelt.

2. Digitale Ebene:

Arbeiten 4.0 bringt Menschen mit Behinderungen (m.B.) viele Vorteile, weil die Digitalisierung das zeitlich und örtlich flexible Arbeiten ermöglicht. Um diese Vorteile auch nutzen zu können, ist Wissen im Umgang mit Technik unabdingbar. Im Rahmen des Projekts werden die unterschiedlichsten Tools und Techniken eingesetzt, so dass während des Handelns digitale Kompetenzen aufgebaut werden. Wir vermitteln Kenntnisse in folgenden Technologien:

  • Kollaboration (Microsoft Teams & Sharepoint)
  • Projektmanagement (Microsoft Excel & Planner)
  • Öffentlichkeitsarbeit (Social Media wie Instagram, TicToc & Twitter)
  • Dokumentation (Microsoft Word, PowerPoint, SharePoint)
  • Kalkulation (Microsoft Excel)

Doch inhaltliches und technologisches Wissen reichen nicht aus, um erfolgreich ein Projekt durchzuführen. Eine wichtige Kompetenz liegt in der Kommunikation, weshalb wir großen Wert auf sie legen.

3. Kommunikative Ebene:

Viele Menschen m.B. haben negative Erfahrungen in der Kommunikation mit anderen gemacht, beispielsweise weil der/die Gesprächspartner*in unbewusste Vorurteile im Kopf hat (Rollstuhlfahrer = kognitive Einschränkung = langsames und besonders deutliches Sprechen). Aufgrund dieser negativen Vorerfahrungen erfolgt schneller eine Reaktion wie Rückzug oder Aggression. Diese eingespielten Verhaltensmaßnahmen sind im Berufsleben hinderlich, weil sie schnell zu Konfrontation führen können. Wir vermitteln deshalb Kenntnisse für folgende Situationen:

  • Konflikt
  • Bewertung/Feedback
  • Motivation
  • Besprechung/Teamarbeit
  • Persönliche Bedürfnisse
  • Sensibilisierung im Umgang miteinander

Für eine gute Kommunikation ist es wichtig, dass wir uns selbst reflektieren und akzeptieren. Menschen mit Behinderungen reflektieren unserer Meinung nach sehr häufig und ausgiebig. Oftmals ist das Ergebnis jedoch verzerrt oder das reale Selbst wird nicht akzeptiert. Wir setzten deshalb bei dem Projekt einen Schwerpunkt auf das Empowerment der Teilnehmer*innen. Das beinhaltet:

4. Persönliche Ebene:

  • Resilienz
  • Bewältigungsstrategien
  • Empowerment
  • Eigen- und Fremdbild
  • Kompetenzfeststellung / Stärkenentwicklung

Die Ebenen werden handlungs- und praxisorientiert im Projekt eingebunden. Es gibt also nicht einen Vortrag zu Resilienz, sondern bei der Durchführung der verschiedenen Aufgaben im Projekt wird erarbeitet, wie die psychische Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann.

Durch diese Vorgehensweise erkennen die Teilnehmer*innen ihre Fähigkeiten, aber auch ihre Grenzen und den Umgang damit. Dieses Wissen ist wichtig, um langfristig und aktiv den Beruf auszuüben.

Detaillierte Fragen zu den Lerninhalten beantwortet Weiterbildungsleiter Stefan Friese.
E-Mail: s.friese[at]wbiberlin.de
Telefon: 030 832 166 40