Inklusion in der Arbeitswelt

In Unternehmen gibt es nicht nur eine Schwerbehindertenvertretung. Nach Paragraph §181 des Sozialgesetzbuches müssen auch sogenannte Inklusionsbeauftragte des Arbeitgebers benannt werden.

Das Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – kurz: SGB IX – regelt die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Es soll ihre Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern, Benachteiligungen vermeiden oder ihnen entgegenwirken. Eine interessante und wichtige Regelung für zukünftige Inklusionsberater*innen ist der Paragraph §181.

Dieser Paragraph greift bereits, wenn ein Unternehmen mindestens eine schwerbehinderte Person beschäftigt. Ist dies der Fall, muss das Unternehmen einen oder mehrere Inklusionsbeauftragte des Arbeitgebers benennen – nicht zu verwechseln mit der Schwerbehindertenvertretung! Denn die Inklusionsbeauftragten vertreten in der erster Linie nicht die Interessen der Mitarbeiter*innen, sondern die des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin. Das heißt: Sie unterstützen Unternehmen dabei, ihren Pflichten in puncto Inklusion nachzukommen und achten darauf, dass gesetzliche Regelungen eingehalten werden. Am Ende des Tages kommt ihre Tätigkeit also auch den Mitarbeiter*innen mit einer Beeinträchtigung zugute. Zusammen mit Schwerbehindertenvertretung oder auch Betriebsrat sorgen sie dafür, dass Menschen mit Behinderung unter optimalen Bedingungen arbeiten können, dass sie sich im Unternehmen wohlfühlen und bestmöglich integriert werden. Zudem sind die Inklusionsbeauftragten erster Ansprechpartner für die Agentur für Arbeit und das Integrationsamt.

Die Weiterbildung "Berater*in für Inklusion" bereitet die Teilnehmer*innen umfassend auf dieses Tätigkeitsfeld vor.

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